Antwort der Senatsverwaltung für Bildung. Wissenschaft und Forschung
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Schließung der Ambulanz für Reproduktionsmedizin an der Charité - Universitäts-medizin Berlin
Ihr Schreiben für die Patienteninitiative gegen die Schließung der reproduktionsmedizinischen Ab-teilung der Charité/Kinderwunschzentrum vom 19.12.2008, mein Zwischenbericht vom 06.02.2009
ich nehme Bezug auf mein Schreiben vom 06.02.2009, mit dem ich Ihnen mitgeteilt hatte, dass der Vorstand der Charité um Stellungnahme zu Ihrem Vorbringen ersucht wurde. Zwischenzeitlich habe ich auch die bereits an Sie ergangene Antwort des Direktors des Klinikums vom 06.01;2009 vorliegen, deren Ausführungen ich mich im wesentlichen anschließe.
Selbstverständlich obliegt es dem Aufsichtsrat der Charité im Rahmen seiner Aufgaben nach dem Berliner Universitätsmedizingesetz Strukturentscheidungen des Vorstandes zu begleiten und hierbei den Vorstand zu beraten, wozu die Überwachung der Recht- und Zweckmäßigkeit sowie der Wirt-schaftlichkeit der Geschäftsführung gehören. Im Namen von Herrn Senator Prof. Zöllner als Vorsit-zender des Aufsichtsrates bitte ich um Verständnis, dass Einzelheiten zu Entscheidungsprozessen aus dem Aufsichtsrat nicht mitgeteilt werden. Sie können aber davon ausgehen, dass die Vor- und Nachteile der Schließungsentscheidung sorgfältig abgewogen wurden.
Seitens des Direktors des Klinikums wurde zur Gewährleistung der für die Patientinnen und Pati-enten auch aus meiner Sicht nachvollziehbaren wichtigen Interessen Folgendes mitgeteilt:
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Allgemein
Die Schließung der reproduktionsmedizinischen Einheit sei relativ kurzfristig angekündigt worden. Alle Patientenpaare in einem laufenden Behandlungszyklus seien schriftlich darüber informiert worden. Falls diese Information nicht alle betroffenen Patientenpaare erreicht habe, werde dies bedauert. Angesichts der Möglichkeiten zur Fortsetzung der Behandlung in anderen Einrichtungen wird diese Maßnahme jedoch ohne Weiteres für vertretbar gehalten. Eine Ablehnung von Patienten in anderen Einrichtungen sei aus der Sicht des Direktors des Klinikums nicht zu erwarten.
Lagerung von Kryokonservaten
Soweit dem Direktor des Klinikums bekannt - seien alle Behandlungszyklen abgeschlossen worden, in Einzelfällen auch über das Schließungsdatum der Ambulanz zum 31.12.2008 hinaus.
Ungeachtet dessen gewährleiste die Charité weiterhin die fachgerechte Lagerung von Kryokonser-vaten von etwa 600 Patienlenpaaren. In der Vergangenheit seien die Pa1ientenpaare einmal jähr-lich mit der Frage angeschrieben worden, ob ein Kinderwunsch weiterhin bestehe und daher die Proben (gegen Gebühr) weiter gelagert werden sollten. Aus grundsätzlichen und ethischen Über-legungen seien dabei auch Proben von Patientenpaaren gelagert worden, von denen die Charité über mehrere Jahre keine Rückmeldung erhalten habe, darunter auch einzelne Proben mit einer Lagerungszeit von über 10 Jahren. Die Charité habe anlässlich der Schließung der reproduktions-medizinischen Einheit ein Schreiben verschickt, in dem auf die bevorstehende Schließung hinge-wiesen und erneut um Rückantwort gebeten habe. Die Weiterlagerung der Kryokonservate durch die Charité werde auch in unklaren Fällen ohne Rückmeldung der Patientenpaare (z.B. durch um-zugsbedingte Adressenänderung) für einen angemessenen Zeitraum weiterhin gewährleistet.
Transport von Kryokonservaten
Der Transport von Kryokonservaten geschehe in einem eigens dafür zugelassenen Transportbehäl-ter, der von der Charité zur Verfügung gestellt werde. Die Sicherheit der Kryokonservate werde durch eine besondere Bauart gewährleistet. Daher sei sowohl ein Transport durch die betroffenen Patientenpaare selbst oder auf dem Postweg möglich. Die Größe des Transportbehälters (ca. 55x55x75 cm) erlaube einen aufrechten Transport z. B. in einem gängigen Kombi-Pkw.
Ich hoffe nach diesen Ausführungen des Direktors des Klinikums, dass Ihre Bedenken hinsichtlich einer medizinischen Versorgung in anderen Zentren ausgeräumt werden können und bitte Sie und die anderen betroffenen Patientinnen und Patienten um Verständnis für die von der Charité ein-geleiteten Maßnahmen. Soweit es durch die leider nicht vermeidbare Schließung an der Charité für Sie zu Erschwernissen und Unannehmlichkeiten gekommen ist, bedauere ich dies sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
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